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Achter Tag in der Normalzeit

September, 11

So langsam bekomme ich Übung mit den parallelen Zeiten, wenn ich in der Stadt bin.

Aber es erfordert wirklich eine Art geistige Disziplin, sich zeitlich nicht so auf die Signale aus der sozialen Umgebung einzulassen.

Meine Mittagszeit heute war also um 14:00 Uhr – und da es in der Stadt immer irgendwo etwas zu essen gibt, fiel es nicht weiter auf.

Viel wichtiger ist und bleibt, daß ich ausgeschlafen bin morgens bzw. nachts auch wirklich müde bin, wenn ich ins Bett gehe.

Es geht nichts über einen erholsamen Schlaf!

Dann macht die Arbeit Freude, auch wenn’s mal stressig wird.

Und es bleibt genug Energie am Abend für schöne Beschäftigungen.

Meine innere, biologische Uhr hat ihre Melantoninausschüttung jetzt wieder zu den Zeiten, die passen.

Das ist gewiss.

Ich merke es ja an meiner nun wiedergewonnenen Vitalität den Tag über und den guten Schlaf nachts.

Aber es scheint nicht nur das Melantonin zu sein.

Mein Hunger morgens ist da und das Aufstehen fällt leichter.

Im Sommer bzw. in der sogenannten „Sommerzeit“ habe ich sonst morgens keinen Hunger.

Dafür im Winter.

Ich dachte immer, es läge daran, daß es kälter wird und der Körper wieder mehr Nahrung braucht.

Obwohl es im November oftmals noch gar nicht so kalt ist aber der Hunger morgens dennoch wieder kam.

Es gibt die Darstellung einer Art innerer Organ-Uhr, das heisst, daß die einzelnen Organe zu bestimmten Zeiten ihre Tätigkeit aufnehmen oder ruhen.

Der Arzt, Herr Hilgers, hat im Internet die Aktivzeiten der Organe über 24 Stunden dargestellt (am Ende des hier verlinkten Dokumentes).

So gesehen hat mein Magen jetzt tatsächlich „pünktlich“ seinen Hunger zwischen 7:00 bis 9:00 Uhr morgens.

Und es ist verständlich, daß er den um 5:00 Uhr oder 6:00 Uhr noch nicht hat, also dann, wenn ich eine Stunde früher aufstände.

Im Biorhythmus spielen verschiedene Rhythmen der Organe miteinander.

Ist ein Rhythmus aus dem Tritt, sind es automatisch die anderen auch.

Die harmonische Zusammenarbeit ist gestört.

Ich kann mir gut vorstellen, daß man dann krankheitsanfälliger wird oder weniger Widerstandskraft entwickelt – nicht nur gegen Infekte, sondern auch zur Bewältigung von Stress etc.

Meinen Feierabend verbrachte ich mit ein paar Kollegen im Cafe von 16:00-17:00 Uhr und fuhr dann gemütlich nach Hause.

Von ihnen weiß bislang niemand, daß ich nach der Normalzeit lebe, doch ich erfahre seit dem oft freundliche Worte von ihnen dahingehend, daß ich so gut drauf bin, gute Laune verbreite etc.

Mal sehen, vielleicht verrate ich ihnen irgendwann mein „Jungbrunnen“-Rezept: die Normalzeit.

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