Tag-Nacht-Gleiche und Normalzeit

Heute, am 22.September 2020 haben wir die Tag-Nacht-Gleiche.
Die Dauer von Tag und Nacht sind ungefähr gleich lang.
Die Sonne geht gegen 6:00 Uhr auf und gegen 18:00 Uhr unter (Uhrzeit in MEZ).
Es ist der Tag des astronomischen Beginn des Herbstes.

Je nach dem, ob es ein Schaltjahr gab, fällt der Tag auf den 21., 22. oder 23. September eines Jahres.
Tag-Nacht-Gleichen gibt es immer im März und im September.
Sie zeigen den Frühlings- oder Herbstbeginn an.
Dazwischen liegen die Sonnenwenden im Juni und im Dezember.

Meist sind diese Wechsel auch von verschiedenen Festen begleitet.
Im Herbst ist es oft der Erntedank. Im Frühling ist es Ostern.
Im Winter feiern wir Weihnachten. Im Juni feiert man das Sonnenwend-Fest in vielen nördlichen Ländern.
Auch das Weihnachtsfest war ursprünglich ein Sonnenwend-Fest, denn es ist das Datum der Winter-Sonnenwende.

 

Die Menschen richten sich seit jeher nach der Sonne und ihrem Licht.
Sie feierten und verehrten die Sonne als wichtigen Lebens- und Wärmespender.
Deshalb sind die Sonne und ihr Licht immer ein Teil unseres Kulturgutes.

 

 

Viele Menschen in Europa richten sich oft nach dem Datum der sogenannten Zeitumstellung.
Also eine Stunde vor Ende März oder eine Stunde zurück zur Nomalzeit Ende Oktober.
Mehr als eine Generation ist damit groß geworden.
Diese „Zeitenwechsel“ haben nichts mit der Sonne und ihrem Licht zu tun.
Sie sind menschengemacht.

 

Die Uhrzeit für 7 Monate eine Stunde vorzustellen, bedeutet  7 Monate lang immer zu früh zu sein.
Es bedeutet auch, das seit jeher funktionierende Zusammenspiel von Sonne, Licht und Lebewesen zu ignorieren.

 

Wir Menschen richten uns wie alle anderen Lebewesen auf der Erde nach der Sonne aus.
Wir haben eine innere Uhr, die circadianen Rhythmen.
Diese innere Uhr richtet sich nur nach dem Sonnen-Licht, seinem Farbspektrum und seiner Dauer.
Ein Beispiel:
Geht die Sonne morgens auf, sendet sie eher bläuliches Licht aus und unsere Körperfunktionen für die Tagesaktivitäten werden angeregt.
Wird es Nachmittag und Abend, dann sendet die Sonne eher rötliches Licht aus und unsere Körperfunktionen richten sich auf ein baldiges Ruhen und Schlafen ein.
Stehen wir aber 7 Monate lang zu früh auf und gehen zu spät ins Bett, weil ja laut der vorgestellen Uhrzeit die Sonne angeblich so lange scheint, dann kriegen wir auf Dauer zu wenig Schlaf, werden erschöpft, gereizt und oft krank.

Hören wir doch auf unsere weisen Vorfahren, die mit der Sonne und der Natur zu leben wussten.
Leben wir nach einer natürlichen Zeit, so wie Körper und Sonne seit Anbeginn gut zueinander passen.
Leben wir mit der mitteleuropäischen Normalzeit das ganze Jahr über.

Ein Jahr ohne „Sommerzeit“ !

Ein Jahr in Normalzeit ist nun um.

Ich lebe super entspannt und kann das Leben wieder richtig geniessen!!

Vor einem Jahr im September habe ich mich aus dem „Sommerzeit“-Wahnsinn verabschiedet.

Ständige Abgeschlagenheit, Gereizheit, innere Hektik hatten mir spätestens Ende August immer mehr zu gesetzt und im Oktober kroch ich sinngemäß nur noch auf dem Zahnfleisch umher und war regelmäßig in dem Monat krank.
Auch die Umstellung im April war stets Ursache für regelmäßige Erkrankungen in dem Monat.

Doch nun, nach einem Jahr Normalzeit, geht es mir wirklich sehr gut!
Und ganz besonders dieser September ist die reinste Wucht!
Es ist so toll endlich wieder die schönen Dämmerungsabende zu haben, wenn es wirklich Abend ist.
Da mache ich mir gern mal ein Lichtchen an und geniesse zum Abendbrot die rote Dämmerung, die ja nun wieder länger dauert.
Bereits gegen Ende August hat die Sonne langsam ihr Licht geändert und es wird wieder früher dunkler und morgens später hell.
Im Norden, wo ich wohne, fällt das besonders auf.

Seit jeher lebe ich mit dem Licht.
Bereits in meiner Kindheit brachte mein Vater mir bei, wie man sich an der Sonne orientieren kann, um entweder zu wissen, wie spät es ist oder falls man sich verlaufen hat, um wieder zurück zu finden.
Das ist mir so in Fleisch und Blut über gegangen, daß ich mich an die falsche Zeit von April bis Ende Oktober nie gewöhnen konnte.
Da ich in diesem Jahr nun ganz normal leben konnte, wurde mir sehr deutlich, wie stark mich mein im Grunde sehr gutes Gefühl für Raum und Zeit in Bezug auf die Sonne leitet.

Obwohl ich während der MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit) in Normalzeit lebe, habe ich zu meinem eigenen Erstaunen öfter keine Uhr benötigt im Alltag.
So wie früher, vor der MESZ.
Und ist doch mal ein Transfer in die MESZ notwendig, geht es auch ohne Uhr beim „umrechnen“.
Das ist allerdings nur möglich, wenn ich nicht arbeite und keine Arbeitstermine habe.african-american-3496261_by_rawpixel_pixabay_lizenz_cc0
Mit der Arbeit kann ich die Normalzeit auch gut vereinbaren.
Die Methoden, die ich mir letztes Jahr zu Hilfe nahm, nutze ich heute noch.
Sie haben sich bewährt.

Da mich unterwegs im Auto manchmal doch die vielen Straßenuhren verwirren und wieder hektisch werden lassen, habe ich nun eine analoge Miniuhr im Auto, die natürlich in Normalzeit läuft, und auf die ich dann gucke.
Dann bin ich sofort wieder orientiert.
Doch im Großen und Ganzen habe ich keine Probleme und würde immer wieder diese Entscheidung treffen.

Dennoch freue ich mich schon, wenn ich ab November endlich wieder mit meiner Gesellschaft im Gleichtakt leben darf und der Einzelhändler wieder normal von 8 – 18 Uhr öffnet statt von 7 – 17 Uhr.

Wenn ich auch in Normalzeit während er MESZ lebe, so muß ich mich doch anpassen.
Findet ein Arbeitstreffen um 8:00 Uhr MESZ statt, dann ist das in Normalzeit 7:00 Uhr und ich muss entsprechend früh den Wecker stellen und entsprechend am Vorabend schlafen gehen.
Der für ich so gesunde Unterschied besteht jedoch darin, daß ich weiß wie spät es wirklich ist (in Bezug auf die Sonnenlicht-Zeit) und ich wundere mich weder warum ich morgens so schwer in die Gänge komme, noch wundere ich mich, wenn ich abends früh müde werde.
Gaukle ich mir jedoch vor, der Termin begänne ja nicht real um 7 Uhr sondern um 8 Uhr, dann verwirrt mich das alles auf die Dauer, denn ich verliere ja völlig aus dem Blick, daß ich irre früh aufstehe für ein irre frühes Arbeitstreffen und dass es dann nur normal ist, wenn ich abends früher müde bin.
Und damit begänne all die hektische und ruhelose Lebensführung, wie sie in der sogenannten „Sommerzeit“ für viele üblich ist.

Das ist nun Schnee von gestern für mich.
Ich möchte jeden, der unter der sogenannten Sommerzeit leidet, raten es mit der Normalzeit zu versuchen.
Auch wenn man nicht durchgängig im Normalzeitrhythmus leben kann, man weiß dann wenigstens, dass die vorgedrehte Zeit zu sehr frühen Terminen führen kann, die einen abends früher ermüden lassen.
Das wahrt das Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit!

Ich hoffe, das wir bald wieder die gesundheitserhaltende Normalzeit dauerhaft in Deutschland haben.

Siebenundzwanzigster Tag in der Normalzeit

Der Herbst ist da… und mit ihm die dazu gehörige Herbstmüdigkeit.

Jedenfalls bin ich der Typus, der im Herbst oft müde wird.

Andere soll es ja eher im Frühjahr erwischen.

Ein Chronobiologe, dessen Name mir leider nicht mehr einfällt, stellte die These auf, daß Spätaufsteher eher im Frühjahr die „Frühjahrsmüdigkeit“ bekommen und Frühaufsteher eher im Herbst mit der „Herbstmüdigkeit“ zu kämpfen haben.

Tatsächlich habe ich die nur im Herbst, doch daß ich ein Frühaufsteher bin, hab ich so noch nicht fest stellen können.

Zwar fühle ich mich meist toll, wenn ich es schaffe früh aufzustehen, doch ich schlafe im Grunde schon gern aus.

Die Herbstmüdigkeit fällt bei mir in diesem Jahr jedoch nicht so streßig aus wie sonst.

Als ich noch im September MESZ hatte, da war die Herbstmüdigkeit oberstreßig.

Ich hatte dann ohnehin immer schon mit der falschen Zeit zu kämpfen und dann kam noch der Herbstumschwung dazu…

Meist wurde ich verstärkt krank, weil ich einfach nur noch erschöpft war.

Dieses Jahr ist es anders.

Die Abend-Dämmerung beginnt jetzt in der Normalzeit gegen 17:00 Uhr.

Feierabendzeit in der Werkwoche, so daß man auch wirklich zur Ruhe kommen kann, weil es ja eh dunkel wird.

Und am Wochenende genau die richtige Zeit für Kaffeebesuche von bzw. bei Freunden oder allein gemütlich mit Kerzenschein und einem Buch.

Das Herbstgefühl stellt sich pünktlich ein – und nicht verspätet wie mit der MESZ, die erst Ende Oktober aufhört.

In der MESZ hatte ich im September immer so ein Sommergefühl, das aber nicht passte, und der Herbst fiel eigentlich komplett aus.

Im November entstand dann gleich ein Wintergefühl, da die Zeitumstellung ja am letzten Oktober-Wochenende ist.

Ehrlich gesagt, habe ich nach vielen Jahren bzw. Jahrzehnten jetzt durch die Normalzeit endlich mal wieder eine wunderschöne Herbstzeit!

Und sie hat ja erst begonnen.

Letztens war hier Laternenumzug mit anschliessendem Feuerwerk für die Kinder.blur-1846131_by_pexels_pixabay_lizenz_cc0
Das Feuerwerk fand um 21:00 Uhr MESZ statt…

Super-Uhrzeit für kleine Kinder…

Doch vorher wäre es nach MESZ einfach noch zu hell gewesen für ein Feuerwerk.

Hätten wir bereits Normalzeit (= MEZ), dann hätte das Feuerwerk nach offizieller Uhrzeit um 20:00 Uhr statt gefunden.

Immer noch spät für Kinder aber schon verträglicher.

Daran merkt man, wie verrückt diese MESZ wirklich ist!

Das Leben mit Normalzeit während der MESZ beinhaltet für mich immer, daß ich bezüglich irgendwelcher Termine oder Ladenschlußzeiten stets die MESZ mittdenken muss.
In der ersten Zeit hatte mich das privat öfters mal durcheinander gebracht.

Inzwischen ist es so ähnlich, als wäre man in einem fremdsprachigen Land, wo man in der Fremdsprache mit Anderen kommuniziert aber weiterhin in der eigenen Sprache denkt.
Ich gewöhne mich dran.

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Vierzehnter Tag in der Normalzeit

Die Erschöpfungszustände sind weg und bleiben weg!

Sie haben mir all die Jahre in der Sommerzeit das Leben schwer gemacht.

Sie haben mir Lebensenergie geraubt und mich verunsichert.

Ich hatte es auf das Älterwerden geschoben.

Oder gar auf die Wechseljahre – passt ja immer gut für alles….

Ärzte fanden nichts und bescheinigten mir beste Gesundheit.

Das nagt schon an einem, man hält sich irgendwann unfähig für ein normales Leben.

Wie wenn ich irgendwie eine Behinderung hätte.

Und nun sind seit Beginn meines Normalzeit-Experiments diese Erschöpfungszustände wie weggeblasen!

Es lag an der „Sommerzeit“.

Zugleich bin ich erschüttert, welche extremen Auswirkungen das Leben in der falschen Zeit haben kann.

Und ich frage mich, ob es nicht auch Anderen so ergeht.

Tatsächlich könnte ich mir inzwischen vorstellen, daß bei der Einführung der dauerhaften Normalzeit viele der betroffenen und oft ahnungslosen Menschen mittelfristig wieder leistungsfähiger werden und weniger erkranken.

Ihre Lebenszufriedenheit nimmt damit automatisch zu.

Nun soll man ja nicht von sich selbst auf Andere schliessen.

Ich kann nur für mich selbst enorme Verbesserungen feststellen.

In der Normalzeit zu leben bedeutet für mich inzwischen nicht nur, in der Zeit angekommen zu sein die zu meinem Biorhythmus passt, sondern es ist auch ein Gefühl von „Richtigkeit“ da.

Oft kam es mir vorher oft so vor, daß das Leben, die Gesellschaft, die Welt nicht richtig sei.sad-3187671_by_Snapit_pixabay_lizenz_cc0

Irgendetwas liefe gehörig schief.

Es machte mir auch subtil ein Gefühl von Unsicherheit und Angst.

Ohne, daß ich konkret hätte sagen können, woran es liegt.

Auch das ist nun weg!

Dieses merkwürdige Empfinden von Unsicherheit und „nicht-richtig“.

Damit sind politische oder gesellschaftliche Probleme weiterhin vorhanden, ich kenne sie und sehe sie.

Ich ärgere mich auch über sie oder freue mich, wo ich Erfolge sehe.

Aber dieses konstante, subtile und bedrohliche Gefühl, daß etwas grundsätzlich nicht richtig ist – das ist weg seit ich in Normalzeit lebe.

Chronobiologen hätte da sicherlich auch viel Interessantes zu zu sagen.