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Zehnter Tag in der Normalzeit

September, 13

Ein schöner Morgen, ich bin um 6:30 Uhr vor dem Frühstück ein wenig draußen gewesen zum Sonnenaufgang.

Sehr erfrischend und schön.

Ein guter Start auch in den Arbeitstag.

Die Arbeit ging gut von der Hand und ich genoß den Fensterplatz, wo ich schreibe und das helle Licht vor mir habe.

Der Arzt, Herr Hilgers, empfiehlt in seinen Tipps zum Leben in der Normalzeit, sich regelmäßig ins Tageslicht zu begeben für 10-15 Minuten, vorallem vormittags.

Wer kann, dem hilft zusätzlich ein kurzes Mittagsschläfchen.

Das ist natürlich schwer mit Arbeitszeiten vereinbar.

Deshalb bin ich froh um meinen Fensterplatz.

Die Blauanteile im Licht steuern die innere Uhr  und sind besonders in der Morgen- und Abenddämmerung wirksam.
Hierbei ist besonders wichtig, daß die Farbwahrnehmung der Netzhaut unabhängig von der Helligkeit ist.

Blauanteil im Dämmerlicht justiert den Takt für innere Uhr
Blauanteil im Dämmerlicht justiert den Takt für innere Uhr


Das bedeutet, die Netzhaut kann auch an bewölkten Tagen wahrnehmen, wann Dämmerung ist.

Im Grunde ist das ein schlauer Trick der Natur, so daß sich die inneren Uhren einzelner Systeme und Organe im Körper immer justieren können an Hand  der Blauanteile im Licht.

natürliches Dämmerlicht und Bestrahlungsintensiviät
Natürliches Dämmerlicht und Bestrahlungsintensivät


Das der Blauanteil des Sonnenlichts unsere innere Uhr steuert, wusste ich bislang nicht.

Jedoch wird mir nun im Nachhinein klar, weshalb mir grad in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst ein normaler, dem Sonnenlicht angepasster Rhythmus so wichtig ist.

Und da ich diesen Rhythmus auf Grund der MESZ ab Ende März bis Ende Oktober gar nicht leben konnte in den vergangenen Jahrzehnten, war ich in der Zeit – und besonders in der Übergangszeit – deswegen sehr angestrengt, oft erschöpft und sogar arbeitsunfähig an manchen Tagen.

Ich bin mir damit so sicher, weil all diese Symptome ab November verschwinden.

So, wie sie auch jetzt verschwunden sind, nach Einführung meiner privaten Normalzeit.


people-2596150_by_StockSnap_pixabay_lizenz_cc0Heute nachmittag war eine gute Bekannte von mir da, die ich schon lange kenne.

Sie hat gleich die roten Zettel auf den MESZ-Uhren gesehen und gefragt, was das soll.

Ich habe ihr von meinem Normalzeit-Experiment erzählt.

Sie war überrascht und zugleich gab sie mir viel Zuspruch.

Weil wir uns schon so lange kennen, konnte sie gut beurteilen, daß mein Wohlbefinden in der MESZ zusehendst nachliess und spätestens ab Mitte August bis Anfang November mit mir nicht viel los war und das Leben einfach nur noch mühsam für mich war.

Sie betonte, daß ich heute viel, viel vitaler auf sie wirke, gar nicht so wie sonst in letzter Zeit.

Für sich selbst fand sie die Idee der privaten Normalzeit auch interessant.

Es erging ihr wohl ähnlich wie mir, als ich erfuhr, daß es Menschen gibt, die so leben.

Sie hat einen Partner und ein erwachsenes Kind, das noch bei ihr lebt.

Ihr Mann hat so frühe Arbeitszeiten, daß ihm ein veränderter Rhythmus zu Hause wohl gar nicht besonders stören würde.

Das Kind geht auch eher eigene Wege.

Nur zum Abend trifft sich die Familie und isst warm.

Doch selbst da würde es nur zu einer Verschiebung von c.a. 30 Minuten kommen.

Meine Bekannte fand die Vorstellung der zurück gewonnenen Stunde gut und würde es am liebsten machen.

Da ihre Arbeit auch auf Kunden-Terminen basiert, wäre ein doppeltes Kalendermodell für sie machbar.

Sie ist sich jedoch nicht sicher, ob sie Probleme mit der Familie bekommt.

Ich kann ihr Zögern gut verstehen.

Ich hatte ja auch gedacht, es wäre etwas ganz schweres nach Normalzeit zu leben, während alle anderen ihre Uhren eine Stunde früher die gestellt haben.

Mal schauen, wie sie sich entscheidet.

Bestimmt guckt sie erstmal, wie es mir damit geht.

Spätestens im Falle einer politischen Entscheidung für die verrückte MESZ als Dauerzeit würde sie vielleicht aktiver werden.

Denn sie sagt selbst, daß sie das Gefühl hat, den ganzen Tag der Zeit hinterher zu rennen, schon morgens, wenn sie eigentlich noch im Bett liegt….

Das kenne ich, und real tut man das ja auch, wenn man mit der MESZ lebt.

Ich freue mich, so eine tolle Zustimmung und Ermunterung erhalten zu haben von der ersten Person, die ich eingeweiht habe.

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Update:

2018-09-23

Blauanteile im Dämmerlicht mit ergänzenden Links und Bildern


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