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Zeitumstellung „Sommerzeit“ – ohne mich!

Heute ist der Tag für die Zeitumstellung auf „Sommerzeit“ und ich habe keine Uhrzeit umgestellt!

Ich merke heute überhaupts nichts von der Zeitumstellung – ein Glück!
Aber kein Wunder, heute ist Sonntag und ich bin nicht auf Öffnungszeiten, Arbeitstermine etc. angwiesen.
Mir fällt nur auf, daß es heute erstaunlich ruhig in meiner Umgebung ist, wo doch die Sonne scheint, alle hier frei haben und dann normalerweise gern viele Kinder laut draußen spielen oder die Leute sonst in den Gärten aktiv und laut was machen.

In den letzten Tagen habe ich ein paar Vorbereitungen getroffen.
Ich habe meinen Terminplaner wie schon letztes Jahr mit einem weiteren Blatt für die MESZ bestückt.
Die Termine ab April hatte ich schon vorsorglich – wo es möglich war – so gelegt, daß mein Normalzeit-Rhythmus bleiben kann, wie er ist.
Fällt ein Termin also z.B. auf 14:00 Uhr MESZ bedeutet das für mich 13:00 Uhr Normalzeit (MEZ).
Meinen Reciever und eine weitere Uhr mit automatischer Verstellung hin zur MESZ habe ich mit roten Klebestreifen versehen und „SZ“ drauf geschrieben.
So kommt es zu keinen Verwechselungen.
Für PC/Tablet/Smartphone habe ich die Zeitzone vom Tschad gewählt, man könnte während der MESZ auch die Zeitzone von Groß Britannien nehmen, die jetzt in UTC+1 sind.
Ich fühle mich gut vorbereitet und muss mir einfach nur merken, daß die Einzelhändler jetzt wieder eine Stunde früher öffnen und schliessen, also von 7-17 Uhr.
Auch, daß einige Sendungen, die ich gern im TV sehe früher beginnen, was gar nicht so schlecht ist, da mir viele interessante Sendungen oft zu spät beginnen in der Normalzeit.
Und ich erspare mir die Rush-Hour am Feierabend, darauf freue ich mich am meisten!
Ja, ich lebe etwas quer zur sozialen Zeit, zwangläufig, doch es gibt auch ein paar Vorteile dabei.
Natürlich wäre schöner, ich müsste diesen ganzen Zirkus gar nicht veranstalten und wir blieben dauerhaft in der Normalzeit MEZ.

Nun soll wohl in konkreterer Planung die Sommerzeitverordnung in 2021 abgeschafft werden. Hier gibt es zurecht noch in der EU verschieden hohen Bedarf für Folgeabschätzungen der Abschaffung und der Neuverteilung von Zeitzonen für einzelne Länder sowie für weitere Verhandlungen und Absprachen hierzu.
Portugal hat sich ganz gegen die Abschaffung ausgesprochen, so wie auch einige südlich liegendere Länder im Grunde die Zeitumstellung eher befürworten.

Der Chonobiologe Prof.Dr. Till Rönneberg hat sich schon mal Gedanken gemacht zu chronobiologisch sinnvollen Zeitzonen in Europa.

Neue EU-Zeitzonen, Prof.Dr.Rönneberg auf heise.de
Neue EU-Zeitzonen, Prof.Dr.Rönneberg auf heise.de

Auf dem ersten Bild sieht man die Zeitzonen, so wie sie heute gelten von Herbst bis Frühling. Hierbei liegt Deutschland in der grünen Zone, in der MEZ, UTC+1.
Auf dem zweiten Bild sehen wir die Länder in der MESZ, UTC+2, hierbei ist Deutschland in der blauen Zone.
Auf dem dritten Bild zeigt Herr Rönneberg die chronobiologisch gesündeste Zuordnung der Zeitzonen für Europa, Deutschland ist in der grünen Zone, der MEZ, UTC +1.

Bleibt zu hoffen, daß Politiker sich für wissenschaftliche Fakten zu diesem Thema interessieren und sie maßgeblich einbeziehen in ihre Entscheidungen.

Ich geh jetzt gleich noch mal raus in die Frühlingssonne und freu mich, wenn mir heute meine schöne Frühlingsdämmerung am Abend erhalten bleibt.

Allen Normalzeitlern wünsche ich eine guten Start!

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8 Gedanken zu „Zeitumstellung „Sommerzeit“ – ohne mich!“

  1. Danke für Deinen Blog, liebe Anja!

    Hab schon letzen Winter gelesen was Du machst. Jetzt versuche ich es auch. Ich will endlich wieder normale Zeiten haben! Mir bekommt diese Sommerzeit nicht, hab mich immer schlecht gefühlt. Heute ist ein ganz normaler Tag wie sonst auch.
    Tolles Gefühl. Morgen habe ich eine Verabredung. Hab ich mir beide Uhrzeiten aufgeschrieben mit 2 verschiedenen Farben.
    Hoffentlich komme ich nicht zu spät. Aber Du sagst ja, es klappt und ich streng mich an. Meine Freund wissen alle Bescheid. Viele finden es gut oder sind neugierig ob das gut geht.Hauptsache ist es geht mir wieder gut das ganze Jahr.

    Ich wünsche Dir auch einen guten Start und schau bestimmt oft rein hier.
    Liebe Grüße von Nele

    1. Liebe Nele,

      Willkommen bei uns Normalzeitlern 🙂
      Ich wünsche Dir alles Gute dazu und ein tolles, neues Lebensgefühl!
      Besonders freu ich mich über Deine Rückmeldung über meinen Blog, danke 🙂

      Vielleicht hast du ja Lust Deine Erfahrungen oder Tipps mitzuteilen.
      Es gibt einige Leser hier, die dauerhaft in Normalzeit leben und die das bestimmt interessant finden würden.
      Übrigens bist Du heute schon die zweite Kommentatorin, die nun ins dauerhafte Leben in der Normalzeit startet.
      Ich freu mich mich sehr darüber.

      Laß es Dir gut gehen in der Normalzeit!

      Herzliche Grüße von Anja

  2. Hallo und danke für die interessanten Beiträge, die ich mir hier durchlesen durfte. Ich habe letztes Jahr mal für ein paar Wochen die Sommerzeit übersprungen und bin am Ende dann doch weich geworden… jetzt will ich es endgültig schaffen. Ich fürchte mich jedoch vor der Zeitspanne von 30.August – 26.Oktober, da die Sonne ja dann nach Normalzeit schon gegen 18:00 Uhr bzw. später gegen 17:00 Uhr untergeht, die MESZ aber etwas anderes vorgaukelt und mich da bisher zum Tageslichtfreak hat werden lassen. Wie kann ich diese Situation umgehen ohne unter dem Druck zusammenzubrechen und in der Zeit die Uhr umzustellen? Gibt es da irgendwelche Tipps die dabei helfen das auszuhalten ehe die Normalzeit auch offiziell wieder anbricht?

    1. Hallo Erik,

      danke für Dein Mail.
      Ich freu mich, daß Du es mit dem Normalzeit-Leben ausprobierst 🙂

      Zu Deiner Frage musste ich erstmal etwas nachdenken und andere Normalzeitler befragen, denn ich hatte in der Vergangenheit in der MESZ-Zeit besonders von Ende August bis Start MEZ/Normalzeit sehr viel zu leiden unter der falschen Uhrzeit mit Erkrankungen, hoher Antriebslosigkeit und starker Gereiztheit, und sehnte mir nichts mehr als die MEZ/Normalzeit Ende Oktober herbei.
      Es war wie wenn man am Ende eines langen Marathons auch noch einen steilen Berg hoch rasen muss….
      Den anderen Befragten geht/ging es genauso.
      Bislang bist Du die erste Person, die ich kennenlerne, die ohne Leidensdruck durch die MESZ in die Normalzeit zurück will.
      Das freut mich umso mehr 🙂

      Trotzdem möchte Dir meine Gedanken zu Deiner Frage mitteilen, vielleicht ist ja was Hilfeiches dabei für Dich.
      Im Grunde passiert ja nichts weiter, als daß wir mit der Beibehaltung der Normalzeit während der MESZ einfach nur wissen, daß das soziale Leben um uns herum eine Stunde früher beginnt, mehr nicht.
      Auch ich muss mich danach richten, wenn mein Einzelhändler jetzt bis Ende Oktober schon um 17 Uhr (MEZ) zu macht, damit ich nicht vor verschlossener Tür stehe.
      Nur weiß ich eben, daß es in Wirklichkeit nach Sonnenstand (+/- 30 Minuten) erst 17 Uhr ist.

      Das Tageslicht selbst bleibt ja so lang, wie es eben ist, egal ob in MESZ oder MEZ.
      Im Äquinox (Tag-Nacht-Gleiche) geht die Sonne um 6:00 Uhr auf und um 18:00 Uhr unter nach MEZ – und nach MESZ um 7:00 Uhr auf und um 19:00 Uhr unter.
      Die Tageslichtdauer ist also immer gleich.

      D.h., wenn Du gern lange das Taglicht nutzen möchtest, dann kannst Du das sowohl mit MEZ als auch mit MESZ.
      Willst Du gern im August/September so lang wie möglich die Helligkeit nutzen, dann tust Du das einfach, egal was auf der Uhr angezeigt wird.
      Du blendest eben nur die „Zeit-Gaukelei“ der MESZ aus, wenn Du weiter in Normalzeit lebst und bleibst Dir dadurch bewusster über Deine Schlafzeiten, Aufstehzeiten etc.
      Die Schlafzeiten kann man selbst beeinflussen, die Aufstehzeiten oft nicht, da ja leider in der MESZ die Arbeitszeiten und das soziale Leben zwangsläufig früher beginnen.
      Entsprechend gestalte ich meinen Tagesrhythmus so gut es geht im Normalzeitmodus, da mir das am besten bekommt.
      Was Dir gut bekommt, weiß ich natürlich nicht, Du wirst eigene Gründe für den Wechsel in die dauerhafte Normalzeit haben.

      Du schreibst, daß Du es schon öfters probiert hast.. Das was Dir im Frühjahr hilft, wo ja gleiche Verhältnisse herrschen, hilft Dir auch ab August.
      Was hilft Dir dabei?
      Neugierig bin ich jetzt schon geworden 😉

      Herzliche MEZ-Grüße von Anja

  3. Hallo, erstmal sorry für die ausbleibende Antwort gestern, ich hab n bisschen was zu tun gehabt.

    Ich bin wirklich neu auf dem Gebiet und habs vorher noch nie im Sommer nach Normalzeit gelebt, von daher hab ich erstmal null Ahnung was da alles auf mich zukommt. Und ob ich das überhaupt durchhalte. Der ausschlaggebende Grund, der mich jetzt zu diesem Versuch bringt, ist die Tatsache, dass ich bei der Herbstumstellung meines Empfindens nach zu früh munter werde… das ist wirklich der einzige Grund. Für mich ist es gerade ungewohnt, nach Normalzeit so 22:15 Uhr abends ins Bett zu gehen (gibt ja dann nichts mehr besonderes) und dann nicht meine gewohnten 8 Stunden an Schlaf zu bekommen. Muss wohl noch herausfinden wie das klappt. Mir graut es schon vor den heißen Sommernächten, mal sehen ob ich da genügend Schlaf finde um meinen Rhythmus zu halten. Lebe genau unterm Dach, da herrschen tropische Verhältnisse.

    Gruß,
    Erik

    1. Hallo Erik,

      kein Problem, wenn Dir mit Antworten Zeit lässt.

      Nach der Herbstumstellung von MESZ auf MEZ werden viele zu früh munter weil z.B. Schulkinder oft schon um 5:00 Uhr Normalzeit/MEZ = 6:00 Uhr MESZ für 7 Monate lang aufgestanden sind.
      Daran gewöhnt sich mancher.
      D.h. nach der Umstellung im Herbst wachen viele noch zu früh auf.
      Da Du offenbar die Möglichkeit hast, später zur Arbeit kommen zu können (so habe ich Dich verstanden), dürfte es nach der Umstellung im Herbst keine Probleme mehr geben.
      Wenn ich Dich richtig verstehe, gehst Du während der MEZ um 22:15 Uhr ins Bett und während der MESZ entsprechend um 23:15 Uhr.
      Bleibst Du in der Normalzeit, MEZ, dann gehst Du jetzt weiterhin wie schon im Winter (MEZ) um 22:15 Uhr ins Bett, also ganz im gewohnten Rhythmus.
      Wenn Du sonst keine Durchschlafprobleme hast, sollten jetzt auch keine auftreten, da Du ja in Deinem gewohnten Rhythmus bleibst.

      Heiße Nächte im Sommer sind natürlich bös in einer Dachwohnung, – ohje, wenn ich da an den letzten Sommer denke….
      Ein Trost: würdest Du nach MESZ um 22:15 Uhr schlafen gehen müssen, wäre es in Wirklichkeit erst 21:15 Uhr und die Kühle der Dämmerung hat oft noch gar nicht richtig angefangen.
      Um 22:15 Uhr MEZ (= 23:15 MESZ) ist die Chance da schon höher, eine kühlende Briese durch´s Schlafzimmerfenster zu bekommen.
      Insofern dürfte es bei all Deinen Problemen und Befürchtungen eher Erleichertungen geben durch Deine private Normalzeit/MEZ während der MESZ.

      Meine Empfehlung ist, konsequent alle Uhren umzustellen auf Normalzeit und 2 Terminkalender zu führen in MEZ und MESZ, um nicht durcheinander zu kommen.
      Eine analoge Uhr in Normalzeit habe ich immer dabei.
      In der ersten Zeit ist es normal durcheinander zu kommen, geht mir grad nicht anders.
      Die Uhren und Kalender helfen mir sehr.

      Falls Du noch mehr Fragen hast oder selbst irgendwann ein paar gute Tipps weitergeben willst, melde Dich gern wieder.

      Ein gutes Durchschlafen wünscht Dir Anja

  4. Hallo Anja,

    ich habe Ihnen schon einmal hier geschrieben.
    Ich habe diesmal wirklich nicht an der Uhr gedreht und es geht mir gut.
    Da ich noch recht frisch in der Rente bin, brauche ich nicht so viel Rücksichten nehmen.
    Ein Tip von mir lautet: unbedingt allen Freunden Bescheid sagen, denn es kann passieren, dass ich doch mal eine Stunde zu spät komme.
    Das ist nur einmal passiert aber war unangenehm.
    Zum Glück finden es die meisten gut und 2 Freundinnen beneiden mich sogar.
    Wer hätte das gedacht!

    Gute Grüße von Renate

    1. Hallo Renate.
      danke für die tolle Info!
      Ich wünsche Dir weiterhin ein schönes, entspanntes Normalzeit-Leben!
      Meinen Freunden hatte ich damals zu Anfang nicht Bescheid gesagt, – aber inzwischen wissen es alle.
      Danke für deinen Tip.
      Laß es Dir gut gehen – Grüße von Anja

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